Mobbing (2)


In letzter Zeit haben sich die Anfragen betreffend Mobbing gesteigert.

Ich habe Ihnen in diesem Bericht noch einmal einige Ergänzungen zu

meinem ersten Bericht.

Wer glaubt gegen Mobbing immun zu sein, täuscht sich aber so was von....!

Es kann wirklich alle treffen!

Ich wurde auch schon oft gefragt, ob es ein "typisches Opfer" gibt. Natürlich gibt

es dies nicht. Mobbing ist in allen Berufssparten und auch in allen Hierarchien

anzutreffen! Dasselbe gilt übrigens auch im privaten Bereich!

Ob in der Ehe, im Kollegenkreis, in den Schulen, in den Familien......, überall!

Leider erkenne ich immer wieder, dass besonders in den Firmen Personen da

wären, welche die Situation zwar erkennen, aber dann doch nichts unternehmen.

Sie dulden das Geschehen und schauen dann ganz "elegant" weg.

Dabei wäre gerade hier Zivilcourage besonders wichtig!

Denn würden diese Personen den "Opfern" helfen, und die "Mobber" in die

Schranken weisen, währe schon mal der Nährboden genommen.

Gerade bei "Gelegenheits-Mobber" wäre ein Ende voraussehbar.

Bei "Plan- wie böswilligen Mobber" leider noch nicht. Diese lassen sich

leider nicht so schnell von Ihrem Plan abbringen. Ihnen wurde jedoch gezeigt:

"Pass auf, wir haben ein Auge auf dich!"

So viele Möglichkeiten "Mobber" haben, so viele Möglichkeiten hat man in einer

akuten Mobbingsituation zu handeln.

Nicht ob man reagieren kann, sondern zu welchem Zeitpunkt und mit welchen

Massnahmen ist hier die Frage.

In einzelnen Fällen kann bereits ein klärendes Gespräch zwischen dem Vorgesetzten

und dem "Mobber" zum Ziel führen.

Auch die Teilnahme von einem Vorgesetzten in einem Gespräch zwischen "Mobber"

und "Opfer" kann helfen. Wobei hier der Vorgesetzte das Wissen und Fingerspitzengefühl haben sollte, eine solche Situation erfolgreich zu meistern. Es wäre ja nicht das Ziel, würde

der Täter seine Angriffe im "Untergrund" weiter machen. Solche Handlungen sind

dann oft schwer nachweisbar und für ein Unternehmen nicht nur Menschlich, sondern

auch finanziell eine riesige Belastung.

Ich kenne eine Firma, welche die Probleme erst nicht erkannte, dann verharmloste und

als es zu spät war, kam man nicht mehr um Entlassungen vorbei. Wobei wir hier

inkl. Chef von über 10 Personen sprechen.

Dass hier Personen gekündigt wurde, ob wohl diese nichts dafür konnten ist auch klar.

Gegen "Aussen" wurde von Umstrukturierungsmassnahmen gesprochen.

Die betroffene Firma hatte letztlich nicht nur ein gröberes "Image"Problem.

Anwälte, Inserate usw. Alles kostete eine Unmenge an Geld. Vom Ärger und der

dazu benötigten Zeit ganz zu schweigen.

Es mussten "Entschädigungen" man könnte auch "Schweigegeld" bezahlt werden. Dazu neue Personen eingestellt und eingeschult werden.

Sie können sich sicher vorstellen, welche Kosten auf das Unternehmen kam, nur

weil man nicht achtsam war!

Was aber noch viel schlimmer ist, ist der enorme "psychische "Schaden"" (Sorry für

das Wort) der bei den beteiligten entstanden ist! Dazu kommt es oft auch zu nachfolge Krankheiten.

Man kann sich bei so einem Fall auch an die kantonale Arbeitsinspektoren wenden, welche gesetzlich verpflichtet wären, sich dem Fall anzunehmen.

Nur stellt sich dann auch hier wieder die Frage, ob die Ressourcen vorhanden sind um

die Betroffenen zu begleiten.

Sie sehen, es macht Sinn, frühzeitig zu reagieren. Lieber einmal zu früh als gar nicht.

Wenn Sie mit der Situation nicht zurecht kommen, lassen Sie sich einen Mobbingspezialisten vermitteln. Diese Investition lohnt sich!

Was kann einen "Mobber" zur Tat führen?

Dies könnten sein:

" Aussehen", " unerwünschte Kritik geäussert", "neu in der Abteilung",

" es musste ein Sündenbock her", " Unter und Überforderung", "Spannungen zwischen

Vorgesetzten oder Arbeitskollegen", "Konkurrenz" (bei was auch immer...), "Neid",